Freunde und Familie informieren

Freunde und Angehörige über die Diagnose Alzheimer zu informieren, ist kein leichter Schritt, aber notwendig. Nichtwissen führt unweigerlich zu Komplikationen im Umfeld.

Um Missverständnisse zu vermeiden, weil sich der Erkrankte seltsam verhält oder Termine und Namen vergisst, wird auch geraten, in Folge über die Erkrankung aufzuklären. Nur so kann für den Erkrankten und auch für Sie das wichtige soziale Netz aus Familie und Freunden erhalten bleiben. Sie können so frühzeitig den Grundstein für ein Helfernetzwerk legen, um nicht die alleinige Last tragen zu müssen.

Genau hinsehen und informieren

Alzheimer entwickelt sich schleichend und wird sogar im unmittelbaren Umfeld häufig nicht gleich erkannt. Der Erkrankte ist letztlich relativ lange Zeit in der Lage, kognitive Einbußen zu überspielen: mit Floskeln, Ausreden, „Eigenbrötlerei“ oder Rückzug aus dem Alltag. Schon allein dieses Verhalten kann zu Irritationen führen. Viel gravierender ist jedoch, dass die Erkrankung unerkannt nicht früh behandelt werden kann.

Nehmen Sie daher jegliche Verhaltensänderungen ernst und fragen Sie aktiv auch im Bekannten- und Freundeskreis nach. Manchmal hilft die Sicht eines Außenstehenden, der nicht so häufigen Kontakt hat und einen Vergleich besser herstellen kann. Je offener Sie mit der Demenzerkrankung umgehen, umso eher können Sie auf Verständnis und Unterstützung hoffen.

Über die Krankheit aufklären

Seien Sie mutig und klären Sie Ihr Umfeld auf. Es hilft, wenn Sie allen Menschen, die mit dem Erkrankten in Kontakt kommen könnten, mögliche Symptome aufzeigen und auch, wie sie darauf reagieren können. Denken Sie auch an Nachbarn oder die nächste Polizeistation – schließlich kann es im schlimmsten Fall auch passieren, dass sich Ihr Angehöriger verirrt.

Aufklärung hilft allen Beteiligten schwierige Situationen besser zu meistern, kann für ein besseres Verständnis sorgen und Konflikte reduzieren. Natürlich ist es nicht leicht über Gedächtnisverlust, Verhaltensauffälligkeiten oder kognitive Einbußen zu sprechen, aber notwendig. Auch für den Erkrankten, für den die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte sehr wichtig ist. Und schließlich bringt reden die Leute zusammen!

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