Individuelle Beschäftigung für Demenz-Patienten

Mit individuellen Vorlieben ist es so eine Sache – denn sie können sich im Laufe eines Lebens ändern. Bei Menschen mit demenzieller Erkrankung sollte man diese in jedem Fall berücksichtigen, jedoch im Hinterkopf behalten, dass diese vielleicht nicht mehr adäquat sind.

Egal ob es sich nun um Lieblingsspeisen, -kleidung oder -aktivitäten handelt. Wichtig im Alltag ist es, nicht nur Vorlieben, sondern auch die Stärken des Erkrankten herauszufinden und zu fördern.

Spaß und Freude im Alltag

Jegliche Beschäftigung und Aktivität im Alltag sollte ohne Zwang und mit Freude ausgeübt werden. Ob das nun Kochen, Gärtnern, Musizieren, Singen oder Spielen ist. Neue Aktivitäten zu erlernen ist allerdings kaum möglich.

Je früher Sie mit Ihrem Angehörigen gemeinsame Sachen unternehmen, umso besser und umso eher gewöhnt er sich daran. Seien Sie allerdings behutsam, wenn frühere Hobbys nicht mehr so gut von der Hand gehen und überlegen Sie sich gemeinsam, wie Sie die Tätigkeit vereinfachen können.

Ihr Interesse an der Tätigkeit wird Ihrem Angehörigen das Gefühl vermitteln, etwas zu können, was Sie selbst nicht können und den Selbstwert stärken. Seien Sie neugierig und wertschätzend. Wenn Sie mit einem Hobby – zum Beispiel Tanzen – überhaupt nichts anfangen können, hören Sie sich um, da es immer wieder Gemeinschaftsabende gibt, wo Tanzpartner gesucht werden. Wichtig ist auch die berufliche Biografie zu beherzigen.

In den Haushalt einbinden und aktiv bleiben

Für viele Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, ist das Gefühl der Nutzlosigkeit am schlimmsten zu ertragen. Für den Partner ist es häufig einfacher, Dinge selbst zu erledigen, als sich „helfen“ zu lassen. Bedenken Sie aber, dass sich Ihr Angehöriger durch die aktive Teilhabe mittelfristig besser fühlen könnte, da er das Gefühl bekommt gebraucht zu werden.

So ist es auch bei gemeinsamen Aktivitäten anzuraten, nicht immer das Kommando zu übernehmen und dem Erkrankten seine Eigenständigkeit zu belassen, auch wenn etwas nicht mehr so gut von der Hand geht. Das Tun zählt, nicht das Ergebnis.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Arbeiten im Haushalt mit Bewegung verknüpft sind. Bewegungsmuffel können auch über Gartenarbeit aktiviert werden. Natürlich sind auch Spaziergänge und gemeinsames Einkaufen Beschäftigungen, die die Mobilität fördern.

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