Kindern die Krankheit erklären

Wenn Großeltern seltsam werden

Oma und Opa sind häufig wichtige Bezugspersonen im Leben eines kleinen Kindes. Wenn ein Großelternteil an Demenz erkrankt ist es allerdings keine gute Idee, den Kindern zu sagen, dass er/sie einfach „nur schrullig“ geworden ist oder es zu leugnen. Sie sind sensibel genug um zu merken, dass etwas nicht stimmt. Für alle Beteiligten ist es hilfreicher ehrlich zu sein – Alzheimer ist eine Krankheit – und Wege zu finden, wie das Kind ohne Angst oder Unsicherheit zu verspüren, mit Omi oder Opi trotzdem weiter Zeit verbringen kann.

Darüber hinaus können nur mit einer offenen Grundhaltung für beide Seiten sinnvolle Beschäftigungen gefunden werden, um ein neues Miteinander zu schaffen.

Buchtipps und interaktive Angebote:

Oma isst Zement!
Eine humorvolle, einfühlsame Geschichte, die mit einem Hörfehler beginnt. Denn Oma „isst nicht Zement“, weshalb ihre Haare grau geworden sind, sondern, sie „ist dement“. Mit einem Nachwort des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). Von Daniel Kratzke.

Als Opapi das Denken vergaß
Die Autorin vermittelt spielerisch das sehr ernste Thema Demenz, das auf viele Weisen das kindliche Denken fordert: Erinnerungen, die verloren gehen, Menschen, die nicht mehr erkannt werden und dass das Alter vieles auf den Kopf stellt und mit sich bringt, als Kind plötzlich in eine helfende Rolle zu geraten. Von Uticha Marmon.

Website Afi-Kids (www.afi-kids.de)
Im Internet gibt es ein interaktives Informationsangebot der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), das sich konkret an Kinder zwischen fünf und zehn Jahren wendet. Die Website erklärt im Comic-Stil wie das Gehirn funktioniert und wie es sich durch die Erkrankung verändert. Weiters sind viele Ideen zu finden, wie das Zusammenleben zwischen Jung und Alt auf kreative Weise neu gestaltet werden kann.

Animierte Hörbuchapp: Anna und die beste Oma der Welt
„Anna und die beste Oma der Welt“ ist ein Minibuch und eine interaktive App der CS Caritas Socialis, die das Thema Demenz kindgerecht erklären. So erlebt Anna, dass die Oma die Oma bleibt, auch wenn sie immer öfters Sachen vergisst. Die Geschichte hilft Eltern, das Thema verständlicher zu machen. Kostenloser Download im Apple Store und als Ebook. (http://www.cs.or.at/deutsch/landingpages/oma.html)

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