Tiere als Co-Therapeuten

Thema: Allgemein
Ob Hund oder Katz – Tiere sind für Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind meist sinnvolle Begleiter. Sie vermögen auch zu Patienten durchzudringen, die kaum noch  erreichbar sind, weil sie sie auf einer anderen Ebene ansprechen und berühren.

Einerlei ob es „nur“ ein Haustier oder ein eigens geschultes Therapietier ist, der Kontakt und die Beschäftigung zeigen sich oftmals als sehr förderlich für demenzkranke Menschen. Sie können dabei helfen, aus der Erstarrung zu lösen oder Anlass für „motorische Betätigung“ sein – streicheln ist nämlich ausdrücklich erwünscht und immer erlaubt.

Auf den Hund gekommen

Die Ziele der tiergestützten Therapie sind vielfältig. Sie kann helfen körperliche, kognitive und emotionale Funktionen wiederherzustellen und zu erhalten, die Fähigkeiten zur Durchführung von Aktivitäten und Handlungen zu fördern oder auch – für demenzkranke vermutlich das wichtigste Ziel – das subjektive Wohlbefinden zu verbessern.

Besonders Hunde kommen häufig zum Einsatz. Um als Therapiebegleithund zum Einsatz zu kommen, bedarf es spezieller Anforderungen und einer Ausbildung. Wichtig ist, dass der Hund über eine hohe Toleranzschwelle gegen Menschen verfügt. Unter Anleitung eines ausgebildeten Therapiehundeführers sind sie in Pflegeheimen oder Institutionen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen gern gesehene Gäste.

Tierisch gute Motivation

Tiere regen Menschen mit Demenz implizit an, etwas zu tun: streicheln, Ball werfen, kämmen oder Leckerli geben – Tätigkeiten, die sie ganz von alleine, ohne Aufforderung automatisch tun. Damit wird nicht nur der Geist angeregt, sondern auch die Motorik. Tiere fördern auch die Empathie und bewirken, dass Menschen wieder aufmerksamer sowie empfänglicher für andere Reize werden. Sie spenden zudem Trost und Wärme und vermitteln das Gefühl von Nähe sowie Geborgenheit.

Ein kuscheliges Fell regt zum Streicheln an, wodurch sich der Patient gleichzeitig wieder selbst spürt. Gerade, wenn die Fähigkeiten nachlassen und sich Erkrankte schämen, etwas falsch zu machen, sind Tiere ein nicht bewertendes Gegenüber. Für sie zählt nur das Gefühl, das das Gegenüber vermittelt. Die positiven Effekte, die tiergestützte Therapie auslöst, sind häufig unmittelbar erlebbar: ein Lachen, Zufriedenheit – aber auch Abnahme von Unruhe oder auffälligem Verhalten. Und sogar ein Meerschweinchen kann das Gefühl vermitteln nicht alleine zu sein.

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