Entlastung für betreuende Angehörige

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Die Gefahr, dass Angehörige die Grenzen ihrer Belastbarkeit weit überschreiten, ist gerade bei Demenz besonders groß. Denn die Veränderungen, die eine Alzheimerdemenz auslöst, greift in alle Lebensbereiche ein und Angehörige stellen ihre eigenen Bedürfnisse häufig in den Hintergrund. Es zählt nur mehr das Wohlergehen des Erkrankten. Aus dieser Aufopferung resultiert meist eine seelische und körperliche Überforderung des pflegenden Angehörigen, die meist in totaler Erschöpfung und Resignation mündet.

Die Praxis zeigt, dass zum Thema „Entlastung für pflegende Angehörige“ daher nur ein einziger Satz wirklich zählt: „Nur wenn es Ihnen gut geht, geht es auch dem Patienten gut!“

Es gilt daher für Angehörige:

1. Nehmen Sie Hilfe an

Nehmen Sie jede Hilfe an, die Sie bekommen können, das steigert die Lebensqualität für die demenzkranke Person und Sie selbst.

Möglichkeiten der Unterstützung:

  • Tageszentren und Betreuungsgruppen
    (zB Caritas Socialis cs.or.at , FondsSozialesWien, www.fsw.at )
  • Mobile Hilfsdienste für Betreuung und Pflege
    (Caritas, www.caritas.at Hilfswerk hilfswerk.at )
  • Essen auf Rädern
    (zB Volkshilfe, volkshilfe.at Samariterbund www.samariterbund.at und Rotes Kreuz www.roteskreuz.at )
  • Angehörigen- und Selbsthilfegruppen
  • Traininigs, wie Angehörige besser mit der Erkrankung und dem Erkrankten umgehen lernen
    (zB Alzheimer Österreich, alzheimer-selbsthilfe.at)
  • Kurzzeitpflege/Übergangspflege (gkk.at )
  • Betreuter Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen (alzheimer-hilfe.at)
  • Pflegekarenz und Pflegeteilzeit (www.pflegedaheim.at)
  • Binden Sie Ihre Familie und Freunde in die Betreuung mit ein.

2. Nehmen Sie sich Auszeiten

Nehmen Sie sich bewusst Auszeiten. Das klingt natürlich leichter, als es im Betreuungsalltag ist. Versuchen Sie trotzdem, dem Pflegealltag – wenn auch nur für kurze Zeit – zu entfliehen.

Ideen für Auszeiten:

  • Treffen Sie Freunde, Familie und Bekannte
  • Schaffen Sie sich fixe, kleine Zeitfenster für Ihre Hobbys
  • Kleine, kurze Entspannungsübungen im Alltag reduzieren den Stresspegel
  • Planen Sie Erholungsphasen ein
  • Entlastungsgespräche helfen sich Dinge einfach von der Seele reden zu dürfen (caritas-wien.at )

3. Vertrauen Sie auf Ihre Helfer

Vertrauen Sie darauf, dass auch wenn Sie sich nicht um alles kümmern, ihr Angehöriger gut versorgt ist und nehmen Sie daher professionelle Hilfe in Anspruch. Und stellen Sie sich immer die Frage: würde Ihr erkrankter Angehöriger wirklich wollen, dass Sie sich bis zur Selbstaufgabe aufopfern?

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Weitere Informationen & Antworten zum Thema “Angehörige” finden Sie unter:
DF_LM_Demenz_2015-02-27 _Demenz_Txt4