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	<title>Alzheimer &#8211; Demenzportal</title>
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	<item>
		<title>Nonverbale Kommunikation</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/nonverbale-kommunikation/</link>
				<pubDate>Thu, 27 Jun 2024 09:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[nonverbal]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Menschen kommunizieren nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gesten, Blicken und unserer gesamten Körperhaltung. Gerade in der Pflege von Demenzkranken spielt diese nonverbale Kommunikation eine große Rolle. [...]</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen kommunizieren nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gesten, Blicken und unserer gesamten Körperhaltung. Gerade in der Pflege von Demenzkranken spielt diese nonverbale Kommunikation eine große Rolle.</strong></p>
<h2>Körpersprache</h2>
<p>Wir sind soziale Wesen. Deshalb ist Kommunikation für uns extrem wichtig. Wir hören nicht nur, was andere uns zu sagen haben, sondern nehmen mit allen Sinnen wahr, was unser Gegenüber ausdrückt in seinen Worten, seinen Gesten und seiner Mimik. So können wir uns auch untereinander verständigen, wenn wir nicht die gleiche Sprache sprechen. In späteren Phasen einer Demenz geht die Fähigkeit, über ein Gespräch miteinander zu kommunizieren, zunehmend verloren. Hier besteht aber nach wie vor die Möglichkeit der nonverbalen Kommunikation.</p>
<h2>Nonverbale Kommunikation in der Pflege</h2>
<p>Worte verlieren im Laufe einer Demenzerkrankung an Bedeutung und Sinn. Deshalb ist es gut, diese Worte mit Gesten und pantomimischer Vorführung zu unterstützen. Dem oder der Erkrankten nicht nur zu sagen, sondern auch zu zeigen, was gemeint ist, schafft Erkennen und sorgt dafür, dass kein Gefühl der Hilflosigkeit auf beiden Seiten aufkommt. Gerade die Erkrankten werden oft unsicher und ängstlich oder aggressiv, wenn sie nicht verstehen, was von ihnen erwartet wird. Das kann verhindert werden, wenn die Pflegeperson es vormacht und so verdeutlicht, was sie erreichen möchte. Die Fähigkeit, die Mimik und die Gesten ihres Gegenübers zu entschlüsseln, bleibt Demenzkranken noch lange erhalten. Anfangs sind sie in der Lage, ebenfalls richtige Signale über Körpersprache auszusenden. Doch das verliert sich im Laufe der Erkrankung und die ausgesendeten Signale verflachen, werden unklar oder bleiben schließlich ganz aus. Aber selbst dann hilft ein Lächeln oder eine Geste, Verbindung herzustellen und die Patienten noch zu erreichen.</p>
<h2>Ehrlichkeit in der nonverbalen Kommunikation</h2>
<p>Unsere Körpersprache ist viel verräterischer als unsere Worte. Deshalb kommt es darauf an, ehrlich und authentisch zu sein. Ein an Demenz Erkrankter kann durchaus noch erkennen, ob Sie ihn ehrlich anlächeln oder sich nur zu Freundlichkeit zwingen. Da ist es dann besser, den Ärger offen zu zeigen, denn falsche Freundlichkeit ängstigt und verwirrt die Kranken und sorgt für ein schwierigeres Miteinander. Wenn es gelingt, ruhig und entspannt und freundlich zu sein, überträgt sich das meist auch auf die Patienten und sorgt für eine gute und angenehme Atmosphäre.</p>
<p>Die nonverbale Kommunikation wird im Laufe einer Demenzerkrankung immer wichtiger und ist ein geeignetes Hilfsmittel, um die verbale Kommunikation zu ersetzen.</p>
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										</item>
		<item>
		<title>Empathische Kommunikation</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/empathische-kommunikation/</link>
				<pubDate>Thu, 27 Jun 2024 09:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[empathisch]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Empathie ist der Brennstoff für gute und gelingende Beziehungen. Und solche Beziehungen sind für Menschen lebenswichtig und wirken sogar bis in die Gesundheit hinein. Empathische Kommunikation ist das Mittel, diese Beziehungen zu pflegen. [...]</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Empathie ist der Brennstoff für gute und gelingende Beziehungen. Und solche Beziehungen sind für Menschen lebenswichtig und wirken sogar bis in die Gesundheit hinein. Empathische Kommunikation ist das Mittel, diese Beziehungen zu pflegen.</strong></p>
<h2>Empathie als Schutzfaktor</h2>
<p>In einer britischen Studie wurde festgestellt, dass Menschen, die in engen Beziehungen leben, sei es eine Partnerschaft oder gute Freundschaften, ein geringeres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Es zeigte sich, dass Menschen ohne enge Bindungen doppelt so häufig dement werden als solche, die in Partnerschaften leben oder enge, vertraute Freunde haben. Einsamkeit ist ein Risikofaktor für Demenz. Woran das liegt, ist den Wissenschaftlern noch nicht klar. Auch in der Pflege zeigt sich, dass empathische Kommunikation den Pflegebedürftigen guttut und ein Fortschreiten der Demenz verzögern kann.</p>
<h2>Was ist empathische Kommunikation?</h2>
<p>Jede Kommunikation, die den anderen wahrnimmt, sich in ihn hineinversetzt, teilnimmt an seinem Denken und Fühlen ist eine empathische Kommunikation. Sie ist zugewandt im Reden und im Hören, kommt aber auch ohne Worte aus. Eine Umarmung, ein Streicheln über die Hand oder den Arm können ebenso empathisch sein. Wichtig ist, eine liebevolle Beziehung aufrechtzuerhalten.</p>
<h2>Empathische Kommunikation in der Demenzpflege</h2>
<p>Da Beziehungen wichtig sind, um Demenz zu verhindern oder zu verlangsamen, ist es gut, auch in der Pflegesituation Betroffenen soziale Kontakte zu ermöglichen. Teilnahme an einer Gruppe, in der sie sich wohlfühlen und mit Aktivitäten, die ihnen zusagen. Gemeinsame Unternehmungen, die den Fähigkeiten der Patienten angepasst sind, regen diese an und trainieren ihre motorischen und sensorischen Fähigkeiten. Gespräche über vergangene Zeiten oder das Singen und Hören von altvertrauten Liedern wecken die Erinnerungen. Der Umgang mit vertrauten Personen verleiht das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Um die Lebensqualität der Betroffenen zu optimieren, darf der Kontakt zu ihnen zugewandten Personen nicht abreißen. Das bedeutet noch etwas Verlässlichkeit in einer Welt, die nicht mehr verstanden wird. Berührungen erreichen Demenzpatienten zumeist noch, wenn Worte schon nicht mehr verstanden werden. Eine Umarmung, streicheln, die Hand halten, in den Arm nehmen, das verbessert ihr Befinden oft für längere Zeit.</p>
<p>Empathische Kommunikation bedeutet, sich Zeit nehmen für den Anderen auf die für den Betreffenden geeignete Art und Weise.</p>
<p>Einen weiteren hilfreichen Artikel zum Thema Kommunikation finden Sie hier: <a href="https://demenz-portal.at/aktuelles/nonverbale-kommunikation/">Nonverbale Kommunikation</a></p>
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		<item>
		<title>Stammzelltherapie als Chance gegen Alzheimer?</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/stammzelltherapie-als-chance-gegen-alzheimer/</link>
				<pubDate>Thu, 27 Jun 2024 09:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Abgestorbene Gehirnzellen ersetzen und auf diese Weise Alzheimer erfolgreich behandeln – an dieser vielversprechenden Idee arbeiten Stammzellforscher weltweit. [...]</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Abgestorbene Gehirnzellen ersetzen und auf diese Weise Alzheimer erfolgreich behandeln </strong><strong>–</strong> <strong>an dieser vielversprechenden Idee arbeiten Stammzellforscher weltweit.</strong></p>
<h2>Was ist eine Stammzelltherapie und wie wirkt sie?</h2>
<p>Stammzellen können sich zu vielen unterschiedlichen Körperzellen oder Gewebearten entwickeln – das macht sie besonders interessant für die Medizin. Bei einer Stammzelltherapien könnten zum Beispiel den Betroffenen Zellen implantiert werden, die abgestorbene Zellen ersetzen oder eine reparierende Funktion im Körper ausüben. Derzeit werden beispielsweise schon gegen bestimmte Krebserkrankungen Stammzellentherapien erfolgreich eingesetzt, etwa bei Leukämie: Hier werden blutbildende Zellen aus dem Knochenmark eines Spenders ins Knochenmark des Erkrankten eingesetzt, um dort ihren Dienst zu tun. Doch gibt es inzwischen – nicht zuletzt durch Fortschritte in der Gentechnik – noch wesentlich vielfältigere Möglichkeiten. Derzeit wird in vielen Laboren und Studien erforscht, wie Zellen sich so beeinflussen und nutzen lassen, dass damit möglicherweise eines Tages Therapien gegen Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder Alzheimer entwickelt werden können.</p>
<h2>Stammzellforschung bietet großes Potential</h2>
<p>Um die Forschung auf diesem Gebiet in Österreich auszubauen, wurde im März 2018 am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) – einem der renommiertesten Forschungsinstitute Europas &#8211; die Österreichische Gesellschaft für Stammzellforschung („Austrian Society for Stem Cell Research“ (ASSCR) gegründet. Sie möchte die Stammzell-Forschungsaktivitäten landesweit bündeln, um mit vereinten Kräften Fortschritte zu erzielen und konkrete medizinische Anwendungen zu entwickeln. Dabei hat sich die Gesellschaft zum Ziel gesetzt, den interdisziplinären Austausch zwischen Ärzten, Wissenschaftlern, Patienten zu fördern, die Öffentlichkeit zu informieren, Politik und Lehrende zu erreichen.</p>
<h2>Wie weit ist die Stammzellforschung bei Alzheimer?</h2>
<p>Nach wie vor ist die Ursache von Alzheimer noch nicht gefunden. Doch weiß man, dass bei Alzheimerpatienten im Gehirn bestimmte Proteine zu finden sind, die</p>
<p>einerseits die Verbindung zwischen den Nervenzellen zu stören und andererseits die Versorgung der Nervenzellen mit Nährstoffen zu verhindern scheinen. Ein Ansatzpunkt für eine Stammzelltherapie wäre, die abgestorbenen Nervenzellen im Gehirn durch neue zu ersetzen. Die Herausforderungen dabei sind groß: Erstens müssten die neuen Zellen möglichst alle betroffenen Bereiche erreichen können. Zweitens müssten die neuen Zellen in der Lage sein, sich mit den anderen Nervenzellen im Gehirn erfolgreich zu vernetzen. Drittens sollten weder kurz- noch langfristig schädliche Nebeneffekte wie zum Beispiel Krebsbildung auftreten.</p>
<p>Für die Studien stellt man im Labor aus „induzierten pluripotenten Stammzellen“ (Zellen, die künstlich in eine Art Urzustand versetzt werden, damit sie sich in sehr viele verschiedene Zell-  oder Gewebearten entwickeln können &#8211; eine Alternative zu ethisch stärker umstrittenen „embryonalen Stammzellen“) Nervenzellen her, die genetisch denen von Alzheimer-Patienten nachempfunden sind. Darüber hinaus gab es auch schon erste erfolgreiche Tests an Mäusen, bei denen eine Stammzelltherapie gegen eine Alzheimer-ähnliche Krankheit angewandt wurde . Sollte es irgendwann gelingen, auf diese Weise eine geeignete Stammzelltherapie für Menschen zu entwickeln, wäre dies jedoch nur die Behandlung von Symptomen der Krankheit und es bliebe ungewiss, wie lange der positive Effekt einer solchen Therapie anhalten würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Quellen</h3>
<p><em>https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180320_OTS0161/gruendung-der-oesterreichischen-gesellschaft-fuer-stammzellforschung</em></p>
<p><em>https://www.imba.oeaw.ac.at/research-highlights/austrian-society-for-stem-cell-research-founded-at-imba/</em></p>
<p><em>https://www.eurostemcell.org/de/die-alzheimer-krankheit-wie-koennen-stammzellen-helfen</em></p>
<p><em>https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5880623/ </em></p>
<p><em>https://www.stammzellen.nrw.de/fileadmin/media/documents/PDF/Patienteninfo_Mit_Stammzellen_heilen.pdf</em></p>
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										</item>
		<item>
		<title>Lebensqualität bei Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/lebensqualitaet-bei-menschen-mit-demenz/</link>
				<pubDate>Thu, 27 Jun 2024 09:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensqualität]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Was ist Lebensqualität und woran lässt sie sich bei Menschen mit Demenz messen? Damit beschäftigen sich Martin Nikolaus Dichter und Martina Schmidhuber in ihrer Studie „Das Konzept Lebensqualität von Menschen mit Demenz verstehen – Zwei Ansätze zur theoretischen Auseinandersetzung“ [...]</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Lebensqualität und woran lässt sie sich bei Menschen mit Demenz messen? Damit beschäftigen sich Martin Nikolaus Dichter und Martina Schmidhuber in ihrer Studie „Das Konzept Lebensqualität von Menschen mit Demenz verstehen – Zwei Ansätze zur theoretischen Auseinandersetzung“ (2016).</strong></p>
<p>Darin analysieren die Forscher zum einen Äußerungen von Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz, die selbst Auskunft darüber gegeben haben, was ihnen wichtig ist und eine Rolle für ihre Lebensqualität spielt. Zum anderen beziehen sie literarische Erfahrungsberichte mit ein, in denen sich Angehörige von Menschen mit Demenz oder Mediziner mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und in ihren Erzählungen schildern, in welchen Momenten und bei welchen Tätigkeiten ihnen die Betroffenen als glücklich erschienen.</p>
<p><strong>Familie, Selbstbestimmung und Zukunftsaussichten<br />
</strong><br />
Zur Analyse der Selbstauskunft von Menschen mit Demenz ermittelten die Forscher mit Hilfe von Datenbanken und einem eigenen Kriterienkatalog aus über 3000 englisch- und deutschsprachigen Studien neun Studien, die geeignete Zitate für ihre eigene Studie enthielten, weil sie daraus etwas über die Einschätzung von Lebensqualität ableiten konnten. Dabei fanden die Wissenschaftler insgesamt 14 psycho-soziale Faktoren, die für Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz eine Rolle für ihre Lebensqualität spielen und diese beeinflussen können: Dazu gehören das Wohnumfeld, zwischenmenschliche Beziehungen (zur Familie, zum Partner, zu Pflegenden) und soziale Kontakte wie Nachbarn und Freunde, Werte wie Sicherheit, Glaube, Freiheit und Selbstbestimmung sowie weitere Faktoren wie körperliche und geistige Gesundheit, Emotionen (positive und negative), die Freude an Aktivitäten sowie persönliche Zukunftsaussichten.</p>
<p>Bei der Analyse von Erzählungen zum Thema beschäftigten sich die Wissenschaftler mit vier – in Deutschland sehr bekannten – Büchern, die sie aufgrund der direkten Erfahrung der Autoren mit Demenzerkrankten ausgewählt haben: Den Roman „Mein Leben ohne gestern“ der US-amerikanischen Neurowissenschaftlerin Lisa Genova sowie den drei Erfahrungsbüchern pflegender Angehöriger „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger, „Demenz. Abschied von meinem Vater“ von Tilman Jens und „Sind Sie meine Tochter? Leben mit meiner alzheimerkranken Mutter“ von Gabriela Zander-Schneider. Hierbei suchten sie nach Textpassagen über Momente, in denen die beschriebenen Demenzerkrankten sich für Außenstehende erkennbar wohlgefühlt haben. Dies waren häufig kleine Tätigkeiten wie das Kartoffelschälen, gewohnte Rituale wie das Tanzen oder die kleinen Dinge des Lebens wie der Genuss von Kuchen und Limonade.</p>
<p><strong>Unterschiede bei Selbst- und Fremdwahrnehmung beachten<br />
</strong><br />
Während die Aussagen der Demenzerkrankten dabei halfen, Faktoren zu identifizieren, die eine Bedeutung für deren Lebensqualität haben, brachten die Erzählungen der Angehörigen diese Faktoren in einen Zusammenhang mit erlebten Situationen. Dabei zeigte sich, dass sich die Selbstwahrnehmung und das individuelle Erleben der Demenzerkrankten stark von der Fremdwahrnehmung durch Menschen ohne Demenz unterscheiden kann: So hat zum Beispiel Selbstbestimmung für Menschen, die sich dazu äußern können, einen sehr hohen Wert, und sie empfinden es als traurigen Verlust der Lebensqualität für Menschen mit Demenz, sobald diese verloren geht. Die Erfahrungsberichte der Angehörigen zeigen aber, dass schwer Demenzerkrankte, die ihre Selbstbestimmung weitestgehend verloren haben, dies nicht mehr als Verlust empfinden (können) und in diesem Fall Lebensqualität und Wohlbefinden aus anderen Dingen schöpfen. Um diese Dinge herauszufinden, kann es Angehörigen und Pflegenden helfen, einen Blick auf die Biografie der Demenzerkrankten zu werden: Häufig bereiten den Betroffenen alte Gewohnheiten Freude, die einfach genug sind, um sie auch trotz Erkrankung noch durchführen zu können, wie zum Beispiel das Singen, das Kartoffelschälen oder das Baden im Meer. Fördert man diese Erlebnisse, lässt sich die Lebensqualität für Menschen mit Demenz erheblich steigern.</p>
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										</item>
		<item>
		<title>Spendenaktionen für die Alzheimer- und Demenzforschung</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/spendenaktionen-fuer-die-alzheimer-und-demenzforschung/</link>
				<pubDate>Thu, 27 Jun 2024 09:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Viele Demenz-Arten sind noch zu wenig erforscht, um mit medizinischer Behandlung den Verlauf verlangsamen zu können, und auch ein Heilmittel gegen Alzheimer oder andere Demenz-Formen ist bisher noch nicht in Sicht. Das möchten viele Menschen und Organisationen gerne ändern – zum Beispiel mit einer besonderen Awareness- oder Spendenaktion, die der Forschung zugutekommen. [...]</p>
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]]></description>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Nach aktuellen Schätzungen sind in Österreich bis zu 130.000 Menschen an einer Form von Demenz erkrankt &#8211; davon rund 80.000 an Alzheimer, der häufigsten Form. Viele Demenz-Arten sind noch zu wenig erforscht, um mit medizinischer Behandlung den Verlauf verlangsamen zu können, und auch ein Heilmittel gegen Alzheimer oder andere Demenz-Formen ist bisher noch nicht in Sicht. Das möchten viele Menschen und Organisationen gerne ändern – zum Beispiel mit einer besonderen Awareness- oder Spendenaktion, die der Forschung zugutekommen.</p>
<h2><strong>Alzheimer-Monat September</strong></h2>
<p>Rund um den Welt-Alzheimer-Tag am 21. September möchten die Alzheimer Gesellschaften zusammen mit Vereinen, Gemeinden und Initiativen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit weltweit auf die Erkrankung lenken. Deshalb finden vielerorts im September Kongresse, öffentliche Vorträge, Spenden-Läufe und weitere Mitmach-Aktionen statt, die zum Lernen und Spenden einladen. Fürs eigene Engagement können unter www.worldalzmonth.org die jeweiligen Ansprechpartner im Land für Aktionen zum Welt-Alzheimer-Tag gefunden und Kampagnen-Materialien heruntergeladen werden.</p>
<h2><strong>Spendenlauf durch Europa</strong></h2>
<p>Doch braucht es nicht immer einen besonderen Tag: Oft ist es ein persönlichen Anlass, der Menschen dazu motiviert, sich für die Demenz-Forschung zu engagieren. So haben Eamonn Donnelly und Sepp Tieber-Kessler bei ihrer Aktion „The Long Walk Home“ 2.450 Kilometer zu Fuß von Hitzendorf bei Graz nach Keady in Irland zurückgelegt, um Spenden für die Österreichische Alzheimer Gesellschaft zu sammeln. Der traurige Hintergrund: Eamonns Mutter starb an einer seltenen, besonders aggressiven Form von Demenz. Um der Hilflosigkeit in einer solchen Situation etwas entgegensetzen zu können, wuchs in ihm die Idee, mit einem Fußmarsch von seiner jetzigen Heimat Hitzendorf zu seinem Geburtsort Keady zu wandern. Unterstützt bei der Awareness-Aktion hat ihn sein Freund Sepp, mit dem er zusammen in einer Band spielt. Über Ihren Reiseblog konnten Menschen weltweit drei Monate lang ihre Erlebnisse live verfolgen und für die Alzheimer Gesellschaft spenden.</p>
<h2><strong>Erinnerungen spenden</strong></h2>
<p>Seit dem Frühsommer 2018 lassen sich neben Geld auch auch „Erinnerungen“ spenden – über die Fotoplattform Lobster: Hier können Hobby-und Profi-Fotografen aus aller Welt ihre Fotos einstellen und mit dem Kampagnen-Hashtag #memorydonation versehen. Die so gekennzeichneten Fotos werden über die Plattform verbreitet und Agenturen, Verlagen und Co. zum Kauf angeboten. Die Erlöse kommen der Internationalen Alzheimer Gesellschaft zugute. Schon jetzt sind auf diese Weise schon mehr als 27.000 Fotos aus aller Welt zusammengekommen.</p>
<p>Wer mit seiner eigenen Idee aktiv werden möchte, kann auch auf Portalen wie <a href="http://betterplace.org">betterplace.org</a> eigene Crowdfunding-Projekte erstellen und über die sozialen Netzwerke bewerben &#8211; etwa wie der Verein Alzheimer Forschung Initiative e.V.. Mit dem Ziel, Forschungsprojekte zu fördern um die Krankheit zu entschlüsseln und irgendwann heilen zu können, haben sie auf diese Weise bisher schon knapp 1000 Spender mobilisieren können.</p>
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]]></content:encoded>
										</item>
		<item>
		<title>Alzheimer und Depression</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/alzheimer-und-depression/</link>
				<pubDate>Tue, 25 Jun 2024 09:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://demenz-portal.at/?p=2987</guid>
				<description><![CDATA[<p>Die Möglichkeit, depressiv zu werden, verstärkt sich bei einer Demenzerkrankung und Depressive haben ein höheres Risiko, eine Demenz zu entwickeln. Diese Verquickungen machen es zusätzlich schwierig, klare Diagnosen stellen zu können. Einige Unterscheidungsmerkmale gibt es jedoch. [...]</p>
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]]></description>
								<content:encoded><![CDATA[<p>Der Unterschied zwischen einer Depression und einer Demenz durch Alzheimer ist nicht immer klar: Die Diagnose, um welche der beiden Erkrankungen es sich handelt, ist oft schwierig, da die Symptome einander sehr ähneln und es oft nicht möglich ist Demenz-Patienten zu ihrem seelischen Befinden zu befragen. Zudem treten beide Erkrankungen oft gleichzeitig auf, denn sie können einander bedingen. Die Möglichkeit, depressiv zu werden, verstärkt sich bei einer Demenzerkrankung und Depressive haben ein höheres Risiko, eine Demenz zu entwickeln. Diese Verquickungen machen es zusätzlich schwierig, klare Diagnosen stellen zu können. Einige Unterscheidungsmerkmale gibt es jedoch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Alzheimer &amp; Depression: So zeigen Sie sich</h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="302"><strong>Alzheimer</strong></td>
<td width="302"><strong>Depressionen</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="302">
<ul>
<li>Gedächtnisstörungen</li>
</ul>
</td>
<td width="302">
<ul>
<li>depressive Stimmung, Unfähigkeit Freude zu empfinden</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">
<ul>
<li>kognitive Störungen in mindestens einem Bereich: Orientierung, logisches Denken, Sprache, Urteilsvermögen, Konzentration, Abstraktionsvermögen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
<td width="302">
<ul>
<li>persönliche Vorgeschichte mit Depressionen, familiäre Belastungen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">
<ul>
<li>Bagatellisierung und Verneinung von Zwischenfällen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
<td width="302">
<ul>
<li>Versagensangst und Schuldgefühle, kein Selbstwertgefühl</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">
<ul>
<li>die Schuld für das eigene Versagen wird bei anderen gesucht</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
<td width="302">
<ul>
<li>subjektive, detaillierte Klagen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="302"></td>
<td width="302">
<ul>
<li>Suizidgedanken</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Zudem ist bei Depressionen meist ein rascher Beginn feststellbar und es liegt keine Orientierungslosigkeit vor.</p>
<p>Gemeinsame Symptome von Alzheimerdemenz und Depressionen:</p>
<ul>
<li>Antriebslosigkeit</li>
<li>Energieverlust</li>
<li>Interesselosigkeit</li>
<li>Gewichtsverlust</li>
<li>Schlafstörungen</li>
<li>Müdigkeit</li>
<li>Konzentrationsstörungen</li>
<li>Verlangsamung</li>
<li>Merkfähigkeitsstörungen</li>
<li>Unruhe und Rastlosigkeit</li>
</ul>
<h2>Die Cornell-Skala</h2>
<p>Bei der Cornell-Skala handelt es sich um einen Fragebogen, mit dessen Hilfe sich herausfinden lässt, ob eine Depression vorliegt. Es handelt sich hierbei um einen Fragebogen, der nicht von den Patienten, sondern von den Pflegenden im Zeitraum einer Woche durch Beobachtungen des Patienten erhoben wird. Er umfasst Punkte wie Stimmungsschwankungen, Verhaltensänderungen, Schlaf und Appetit und andere Störungen verschiedener Art. Durch die Cornell-Skala kann das Risiko von unentdeckten Depressionen bei Alzheimer Patienten minimiert werden.</p>
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]]></content:encoded>
										</item>
		<item>
		<title>So wichtig ist das Arbeiten mit Biografien als Gedächtnisstütze</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/so-wichtig-ist-das-arbeiten-mit-biografien-als-gedaechtnisstuetze/</link>
				<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 13:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedächtnishilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Biografiearbeit ist ein wichtiger Teil der Pflege von Demenzerkrankten. Mit Fotos, Gegenständen oder Aufzeichnungen werden alte Erinnerungen wieder wach. Das kann die Kommunikation und die Gedächtnisleistung anregen und die Lebensqualität steigern.</p>
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			<div class="mk-text-block responsive-align-center  "><p><strong>Biografiearbeit ist ein wichtiger Teil der Pflege von Demenzerkrankten. Mit Fotos, Gegenständen oder Aufzeichnungen werden alte Erinnerungen wieder wach. Das kann die Kommunikation und die Gedächtnisleistung anregen und die Lebensqualität steigern.</strong></p>
<h2>Biografiearbeit: die Vergangenheit lebendig werden lassen</h2>
<p>Die Erinnerungspflege ist für demenzkranke Menschen von größter Bedeutung. Sie verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz, auf den sie aber nicht mehr problemlos zugreifen können. Bilder, Geschichten, Gegenstände, Briefe und andere Dinge erleichtern die Erinnerung. Oft erlebt man dann, dass die Person regelrecht aufblüht und ein Austausch gut gelingt, wenn man Elemente aus der Biografie nutzt. Mit den richtigen „Ankern“ aus der Biografiearbeit kann man Menschen mit Demenz helfen, ihre Identität und ihr Selbstbild länger zu bewahren, sie besser in ein soziales Gefüge einzubinden und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu erhalten. Wichtig ist dabei, schmerzliche Lebensthemen zu kennen und zu vermeiden.</p>
<h2>Ideen zur Biografiearbeit</h2>
<p>Ganz unterschiedliche Dinge können Anlass für ein Gespräch oder für positive Erinnerungsmomente werden, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>persönliche Fotos</li>
<li>alte Ansichtskarten von Wohnorten der Person oder anderen bedeutsamen Orten</li>
<li>Gegenstände aus dem täglichen Gebrauch früherer Jahrzehnte</li>
<li>Lebensmittel, die früher häufig verwendet wurden und/oder aus der Kindheit bekannt sind</li>
<li>Spielzeug (entweder aus dem persönlichen Besitz oder typische Spielsachen vergangener Jahrzehnte)</li>
<li>alte Briefe, Zeugnisse oder andere schriftliche Erinnerungen</li>
<li>Musik, die der Person etwas bedeutet oder die an bestimmte Zeiten und Gelegenheiten erinnert (zum Beispiel Weihnachtslieder, Kinderlieder, Kirchenlieder, Volkslieder)</li>
<li>Kinderreime und Sprichwörter</li>
<li>Gegenstände aus dem früheren Beruf oder Hobby, zum Beispiel eine Nähmaschine, ein Kartoffelstampfer oder ein Schraubendreher</li>
<li>religiöse Symbole</li>
<li>typische Düfte vergangener Zeiten, zum Beispiel Kölnisch Wasser</li>
</ul>
<p>Sie können einzelne Gegenstände verwenden oder einen richtigen Erinnerungskoffer zusammenstellen, der immer wieder unterschiedlich genutzt werden kann. Außerdem können Sie mit Erinnerungen aus der Biografie den Raum dekorieren, sodass die demenzkranke Person auch alleine darauf Zugriff hat.</p>
<h2>Biografien als Basis für persönliche Pflege</h2>
<p>Über die Erinnerungspflege hinaus ist die Biografiearbeit aus einem weiteren Grund wichtig: Je mehr die Pflegekräfte über eine Person wissen, umso persönlicher und individueller können sie auf sie eingehen. Gerade bei Menschen, die sich nicht mehr gut äußern können, ist das von größter Bedeutung. Jetzt kommt es auf das an, was man von früher weiß: Was mag sie/er, was lehnt sie/er ab? Welche Lebenssituationen hat sie/er als besonders bedeutsam beschrieben? Was waren persönliche Interessen und wie sah die Lebenswirklichkeit in früheren Zeiten aus? Mit diesen Informationen lässt sich leichter herausfinden, mit welchen Maßnahmen die Lebensqualität gesteigert werden kann.</p>
<h2>Vorsicht: Grenzen der Erinnerungspflege</h2>
<p>Wer biografische Elemente zur Erinnerungspflege nutzt, muss einiges beachten: Es gibt im Leben der meisten Menschen sehr schmerzhafte Erlebnisse, an die sie sich nur ungern erinnern. Gerade Kriegserlebnisse und Gewalterfahrungen sollten nicht unnötig „hochgeholt“ werden. Wichtig ist die sensible Beobachtung, um Konflikte rechtzeitig zu bemerken und ihnen zu begegnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.demenz-support.de/Repository/dessorientiert%201_16.pdf">https://www.demenz-support.de/Repository/dessorientiert%201_16.pdf</a></li>
<li><a href="https://www.wegweiser-demenz.de/blog-foren/blog/autoren-des-blogs/silvia-elizabeth-tijero-sanchez/erinnerungskoffer-als-methode-der-biografiearbeit.html">https://www.wegweiser-demenz.de/blog-foren/blog/autoren-des-blogs/silvia-elizabeth-tijero-sanchez/erinnerungskoffer-als-methode-der-biografiearbeit.html</a></li>
<li><a href="https://www.srh-telgte.de/fileadmin/daten/mandanten/srt/PDF/FBI/Erinnerungspflege_Kuhn.pdf">https://www.srh-telgte.de/fileadmin/daten/mandanten/srt/PDF/FBI/Erinnerungspflege_Kuhn.pdf</a></li>
<li><a href="https://mal-alt-werden.de/biografiearbeit-bei-menschen-mit-demenz/">https://mal-alt-werden.de/biografiearbeit-bei-menschen-mit-demenz/</a></li>
</ul>
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		<title>Wie fühlt sich ein Leben mit Demenz an?</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/wie-fuehlt-sich-ein-leben-mit-demenz-an/</link>
				<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 09:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[verstehen]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Wenn ein Mensch an Alzheimer oder an einer anderen Demenzform erkrankt, ist das schwierig für seine Mitmenschen. Hilfreich ist es, zu erfahren, wie sich die Betroffenen selbst fühlen. Die Familie kann sich dann besser in das Erleben ihrer Verwandten einfühlen und angemessener auf sie reagieren. [...]</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Mensch an Alzheimer oder an einer anderen Demenzform erkrankt, ist das schwierig für seine Mitmenschen. Hilfreich ist es, zu erfahren, wie sich die Betroffenen selbst fühlen. Die Familie kann sich dann besser in das Erleben ihrer Verwandten einfühlen und angemessener auf sie reagieren.</p>
<h2>Demenz &#8211; ein Kompetenzverlust mit Folgen</h2>
<p>Unter den Demenzkranken tritt mehrheitlich die Alzheimer Demenz auf. Forscher rechnen heute mit einer Verdoppelung der Betroffenen bis 2050. Für die betroffenen Familien bedeutet der Umgang mit den Erkrankten eine starke Belastung. Auch für die Demenzbetroffenen selbst ist ihre eigene Erkrankung oft stark verunsichernd. Alles, was bisher verlässlich erschien, ist es nun nicht mehr.</p>
<p>Die Veränderungen im Verhalten, im Denken und Fühlen der Betroffenen sind verstörend für beide Seiten. Alles an unserem alltäglichen Streben ist auf das Funktionieren und das gute Aussehen unseres Körpers ausgelegt. Das Alter und die damit einhergehende Gebrechlichkeit werden dadurch schnell zum Feindbild. Die Welt der Demenzkranken wird zunehmend von allen Zusammenhängen und Beziehungspunkten befreit, die bisher Sicherheit und Orientierung geboten haben.</p>
<p>Das eigene Erleben, und die unverständlichen Reaktionen darauf, werden zu einem Chaos, aus dem es kein Entrinnen gibt. Meistens leugnen beide Seiten die ersten Anzeichen einer Demenz. Sie sehen sie als harmloses &#8220;Versehen&#8221; an. Der Demente ist aber ebenso herausgefordert, sich den weitreichenden Erkrankungsfolgen zu stellen, wie seine Mitwelt.</p>
<h2>Wie fühlt sich ein Demenzbetroffener?</h2>
<p>Der Verfall der geistigen Fähigkeiten tritt schleichend ein. Besonders frustrierend ist für die Erkrankten, dass sie anfangs ihre Fehlleistungen auf geistiger oder körperlicher Ebene bewusst erleben. An den Reaktionen Erkrankter auf ihre Fehlleistungen lassen sich Angst, Verwirrung, Frustration, Aggression und Depressionen ablesen. Obwohl viele der anfänglichen Ausfälle überspielt werden, ist dem Erkrankten bewusst, dass etwas nicht stimmt.</p>
<p>Noch gravierender ist, dass jeder Betroffene sich den rätselhaften Geschehnissen hilflos und schutzlos ausgeliefert fühlt. Nach und nach büßen die Demenz-Betroffenen ihre Urteilskraft, ihr gutes Gedächtnis, ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre motorischen Fähigkeiten ein. Die von Alzheimer Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, ihr zunehmendes Versagen zu kompensieren oder zu verstehen. Zuwendung gibt den Betroffenen mehr Sicherheit, als die ständige Korrektur &#8220;falscher&#8221; Wahrnehmungen.</p>
<h2>„Fokung Wirkus“ und andere Verwirrungen</h2>
<p>In einem Forschungsprojekt bemühten sich Studenten der &#8220;Universität für angewandte Kunst&#8221;, durch Objekte wie &#8220;Fokung Wirkus&#8221; oder das Projekt &#8220;Dementia Arts Society&#8221; (DAS) ein direktes Nacherleben von Gefühlen zu gewährleisten, wie demenzerkrankte Menschen sie haben können. Der &#8220;Fokung Wirkus“ ist ein Taucherhelm-ähnlicher Aufsatz, der über den Kopf gestülpt wird. Die Welt steht nun buchstäblich auf dem Kopf und wirkt verzerrt. Der Träger des &#8220;Fokung Wirkus&#8221; fühlt sich orientierungslos.</p>
<p>In einem anderen Projekt wurde den überraschten Gästen eines Restaurants Ungewöhnliches serviert &#8211; zum Beispiels Toilettenpaper statt der erwarteten Servietten. Durch diesen &#8220;Sensual Fake&#8221; konnten die Gäste erleben, welche Verwirrungen Demenzkranken das Leben erschweren.</p>
<h2>Die Liste der Verluste wächst</h2>
<p>Wer seine gewohnten Alltagsaktivitäten nicht mehr ausführen kann, erlebt Scham, Versagensangst und ein verringertes Selbstwertgefühl. Er befürchtet einen kompletten Kontrollverlust. Hilfen lehnt er dennoch ab. Der zunehmende Verlust kommunikativer Fähigkeiten betrifft die eigenen Bedürfnisse und soziale Beziehungen gleichermaßen. Rückzugsverhalten und Ängste sind damit erklärt.</p>
<p>Der zunehmend fehlende Zeitbezug lässt Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen. Zunehmend erlebt der Demenzkranke sein eigenes Verhalten oder die Welt anders als alle anderen. Sie leben nun in zwei unterschiedlichen Welten und finden keine Berührungspunkte. Die Verständigung mit den Menschen um sie herum wird unmöglich. Für die Angehörigen ist es schwer, damit umzugehen. Doch das Leben mit Demenz-Patienten kann gelingen, wenn man sich mit ihren Wahrnehmungen befasst und liebevoll auf sie eingeht.</p>
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										</item>
		<item>
		<title>Bewältigungsstrategien im Umgang mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/bewaeltigungsstrategien-im-umgang-mit-demenz/</link>
				<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 09:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Bewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Strategien]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Um mit einer großen Belastung, Stress oder Ängsten umzugehen, die einen überfordern, entwickeln Menschen eigene Verhaltensweisen zur Bewältigung der Situation - in der Psychologie auch „Coping“ genannt. [...]</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p>An Demenz zu erkranken und die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren — davor haben viele Menschen Angst. Bei den meisten Betroffenen ist zu beobachten, dass sie eine ärztliche Diagnose ablehnen, auftretende Defizite überspielen und nicht glauben, überhaupt von Demenz betroffen zu sein.</p>
<p>Zum einen hat dies neurologische Ursachen, da sich Demenz-Erkrankungen durch die Beeinträchtigung bestimmter Gehirnareale auf die Selbstwahrnehmung auswirken und zu einer fehlerhaften Selbsteinschätzung führen können. Zum anderen vermuten Forscher einen psychologischen Schutzmechanismus dahinter: Um mit einer großen Belastung, Stress oder Ängsten umzugehen, die einen überfordern, entwickeln Menschen eigene Verhaltensweisen zur Bewältigung der Situation &#8211; in der Psychologie auch „Coping“ genannt.</p>
<h2>Coping bei Demenz &#8211; Rückzug, Verdrängung, Projektion</h2>
<p>Das Coping bei Demenz kann je nach Persönlichkeit und Gewohnheiten individuell unterschiedlich sein. Die einen ziehen sich aus dem Sozialleben zurück, um Situationen zu vermeiden, die sie zu überfordern drohen. Andere entwickeln Abwehrmechanismen, indem sie ihre Schwierigkeiten wie Vergesslichkeit oder Orientierungslosigkeit verleugnen oder verdrängen.</p>
<p>Eine dritte Strategie ist, die Ursachen auftretender Probleme auf Andere oder äußere Umstände zu projizieren, wenn zum Beispiel Betroffene glauben, bestohlen worden zu sein, obwohl sie ihre Geldbörse selbst verlegt haben. Hinter diesen Verhaltensmustern steckt die Angst, die Selbstständigkeit und die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren, stigmatisiert zu werden und letztendlich große Veränderungen wie den Umzug in ein Pflegeheim in Kauf nehmen zu müssen.</p>
<p>Das Coping ist für die Betroffenen ein Selbstschutz, der ihnen erlaubt, ein positives Selbstbild aufrecht zu erhalten: „Was aus der Außensicht als störendes, herausforderndes oder krankes Verhalten bezeichnet oder angesehen wird, kann z. B. für eine Person mit Demenz die einzige in der Situation noch verfügbare Möglichkeit sein, sich als kompetent, kontrollierend oder effektiv zu erleben.“, wie es etwa der Diplom-Psychologe und Arzt für Psychiatrie und Neurologie Dr. Wilhelm Stuhlmann in seinen Büchern beschreibt.</p>
<h2>Sensibel vorgehen und individuelle Lösungen finden</h2>
<p>Für ein besseres Verständnis und einen leichteren Umgang mit der Erkrankung ist es für Angehörige und Pflegende wichtig, die Bewältigungsstrategien der Betroffenen als solche zu erkennen und zu akzeptieren. Der Vorteil des Copings ist, dass Menschen, die ihre Erkrankung nicht anerkennen, seltener an Angstzuständen und Depressionen leiden. Andererseits sind sie oft weniger motiviert, sich auf eine Therapie oder Behandlung mit Medikamenten einzulassen. Statt Betroffene stetig mit ihren Fehlern und ihrer Vergesslichkeit zu konfrontieren und sie gegen ihren Willen zur Diagnose zwingen zu wollen, sind sensibles Vorgehen und individuelle Lösungen gefragt.</p>
<p>Viele Betroffene lassen sich zum Beispiel leichter von Außenstehenden zu einer Untersuchung motivieren, als von Angehörigen, die das vielleicht schon häufig thematisiert haben. Hat der Betroffene ein gutes Vertrauensverhältnis zum Hausarzt, kann etwa ein Hausbesuch ein erster Schritt sein. Dennoch lässt sich nur durch umfassende Untersuchungen feststellen, ob tatsächlich eine Demenzerkrankung vorliegt, oder ob Symptome wie Vergesslichkeit, Wahrnehmungsstörungen und Orientierungslosigkeit nicht auch eine andere, möglicherweise sogar heilbare Ursache haben könnten (etwa Wechselwirkungen von Medikamenten oder ein Delirium, was zum Beispiel nach Operationen auftreten kann).</p>
<p>Studien haben gezeigt, dass auch die Wortwahl bei der Diagnose eine große Rolle spielt: eine „Kurzzeitgedächtnisstörung“ bei gleichzeitigem Lob des Langzeitgedächtnisses ist weniger beängstigend, als von „Demenz“ zu sprechen, und mit dem Begriff „vaskulärer Demenz“ können sich die meisten Menschen besser arrangieren als mit „Alzheimer“. Darüber hinaus können sich Angehörige auch Tipps und Unterstützung bei einer Beratungsstelle der <a href="https://www.alzheimer-selbsthilfe.at/angebote/service/">Alzheimer Selbsthilfe</a> oder der <a href="http://www.alzheimer-gesellschaft.at/">österreichischen Alzheimer Gesellschaft</a> geben lassen.</p>
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]]></content:encoded>
										</item>
		<item>
		<title>Hilfreiche Beziehungen</title>
		<link>https://demenz-portal.at/aktuelles/hilfreiche-beziehungen/</link>
				<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 09:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[(Dev) Oleg Peterson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit & Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Menschen brauchen einander. Deshalb knüpfen sie soziale Netze und leben in Beziehungen zu anderen. Aber nicht nur die Seele, sondern auch der Körper braucht ein soziales Gefüge. [...]</p>
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]]></description>
								<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen brauchen einander. Deshalb knüpfen sie soziale Netze und leben in Beziehungen zu anderen. Aber nicht nur die Seele, sondern auch der Körper braucht ein soziales Gefüge.</strong></p>
<h2>Beziehungen als Demenz-Prävention</h2>
<p>Mehrere großangelegte Studien mit vielen Teilnehmern und über lange Jahre wiesen nach, dass Menschen in funktionierenden Beziehungen ein geringeres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Dabei ist nicht die Häufigkeit der Begegnungen wichtig, sondern der Wert, der den Kontakten beigemessen wird. Wer sich selbst als eingebettet in gute soziale Kontakte wahrnimmt, ist weniger von Demenz betroffen. Menschen, die sich einsam fühlen, haben ein höheres Demenz-Risiko. Ein gutes soziales Netz kann also Demenzen verhindern oder verlangsamen.</p>
<h2>Soziale Kontakte trotz Demenz</h2>
<p>Nicht nur das Risiko einer Demenzerkrankung wird durch soziale Kontakte reduziert, sie sind auch im Verlauf einer Demenzerkrankung wichtig und hilfreich. Menschen mit Demenz sollten weiterhin am sozialen Leben teilhaben, dadurch verlangsamt sich häufig das Fortschreiten der Krankheit. Es ist wichtig, die Erkrankten zu ermutigen, ihr bisheriges soziales Leben so lange wie möglich beizubehalten. Viele reagieren auf die ersten Symptome und die unklarer werdende Welt mit Rückzug. Das kann auch daran liegen, dass sich im Rahmen einer Demenz eine Depression entwickeln kann. Da eine Depression die Demenz verstärkt, ist es wichtig, sie zu behandeln, damit die Patienten wieder Freude am Umgang mit anderen bekommen und wieder am sozialen Leben ihres Umfelds teilhaben.</p>
<h2>Wie können Freunde und Angehörige helfen?</h2>
<p>Gerade in der Anfangszeit einer Demenz versuchen die Betroffenen, ihren Zustand zu verschleiern oder vor sich selbst zu leugnen. Auch geben sie Erklärungen für Fehlverhalten ab. Dies sollte akzeptiert werden und die Erkrankten auf keinen Fall korrigiert und bloßgestellt werden. Jede noch mögliche Aktivität sollte unterstützt und gefördert werden. Ideen zu gemeinsamen Unternehmungen jedoch nicht aufdrängen, sondern den Patienten die Möglichkeit geben, sich selbst dafür zu entscheiden.</p>
<p>Im weiteren Verlauf der Erkrankung wird es immer wichtiger, sich klar auszudrücken. Die Erkrankten mit Namen ansprechen und anschauen, warten, bis sie den Blick erwidern. Nicht hektisch und schnell, sondern langsam sprechen. Kurze und eindeutige Sätze verwenden und am besten im Aktiv sprechen. Eine bildreiche Sprache aktiviert das Gehirn und ruft Erinnerungen wach.</p>
<p>Außerdem ist es sinnvoll, sich in die Welt der Demenzkranken zu begeben. Familienangehörige haben viele Erinnerungen aus früheren Tagen, an die sie anknüpfen können. Es kann auch notwendig sein, zu akzeptieren, dass die Kranken die engsten Freunde und Angehörigen nicht mehr erkennen und sie nicht zu verwirren, indem man widerspricht. Dann ist es besser, für die Erkrankten eine nette unbekannte Person zu sein, die gemeinsam mit ihnen Vergangenes aufleben lässt.</p>
<p>Gute Beziehungen sind zum einen ein Schutz vor Demenz und helfen zum anderen, eine Demenzerkrankung erträglicher zu machen.</p>
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