Ambient Assisted Living: Digital gegen Demenz

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Ambient Assisted Living: Digital gegen Demenz

Neue Technologien machen nicht nur der jungen Generation Spaß. Tablet und Smartwatch können Lebensqualität und Sicherheit für Demenzkranke und ihre Angehörige bieten.

Apps auf unserem Smartphone, das Tablet und die Smartwatch erobern nach und nach jeden Lebensbereich. Mit verbundenen Geräten können Nutzer ihre Körperfunktionen wie den Herzschlag überwachen, die Internettechnol05ogie sorgt für den Datenaustausch. Für viele in der jüngeren Generation ist das technische Spielerei. Für Menschen mit Einschränkungen wie zum Beispiel einer Demenzerkrankung kann die Technik die Lebensqualität verbessern und steht für Notrufe bereit. Auch Angehörige von dementen Personen profitieren von dem Sicherheitsgefühl.

Ambient Assisted Living (AAL) für Demente

Die Rede ist von AAS, dem Ambient Assisted Living. Mit diesem Begriff sind technische Hilfsmittel gemeint, die im Alltag unterstützen und im Notfall Hilfe holen können. Sturzmeldesysteme und Hilferufanlagen, die am Körper getragen werden, sind bereits verbreitet im Einsatz. Selbst implantierte Medizingeräte wie Herzschrittmachen und Defibrillatoren sind oft verbunden und können im Notfall automatisch einen Hilferuf absetzen, selbst wenn die betroffene Person das Bewusstsein verloren hat.

Tablet, Apps und Smartwatch

Auch abgesehen von vernetzten Medizingeräten, die meist ein Pflegedienst Anbieter oder ein Krankenhaus zur Verfügung stellt, gibt es zahlreiche Consumer-Produkte auf dem Markt, die zur Sicherheit beitragen oder Demenzkranke Personen aktivieren können.

  • Smart Watch mit dem Handy verbunden: Wer mit einem Smartphone ausgestattet ist, kann eine Smart Watch mit dem Gerät verbinden. Sie vereinfacht die Bedienung des Handys und liefert Echtzeitdaten zu Körperfunktionen. Für viele Demenzkranke ist diese Option möglicherweise zu kompliziert.
  • Standalone Notfall Smartwatch: Der Vorteil einer solchen Smartwatch ist, dass sie selbst eine SIM Karte enthält und unabhängig von einem Smartphone funktioniert. Modelle verschiedener Anbieter können Körperfunktionen überwachen, Geodaten erfassen, einen Sturz feststellen und automatisch Hilfe holen.
  • Videotelefonie fördert Sozialkontakte: Eine Videotelefonie App auf dem Tablet kann helfen Distanzen zu überbrücken. So können Demenzbetroffene Sozialkontakte halten und mit Ihren Angehörigen in Kontakt bleiben. Technologie kann natürlich nicht Besuche und den persönlichen Kontakt ersetzen.
  • Apps zur Aktivierung: Versuche in verschiedenen Pflegeeinrichtungen zeigen, dass Touchscreens von dementen Personen gut angenommen werden. Wichtig ist dabei die Größe und die ergonomische Form, das Tablet soll gut in der Hand liegen. Demente gehen dem Versuch zu Folge spielerisch mit dem Touchscreen um und bevorzugen einfache Quizspiele und Buchstabenrätsel. Weil kaum Apps für alte Menschen zur Verfügung stehen, kann man auf Kinderspiele zurückgreifen.

Service und Beratung

Starthilfe und Informationen, welche Technologien in Ihrem konkreten Fall geeignet sein könnten, bietet etwa http://lifetool.at oder eine Selbsthilfegruppe, wie http://www.alzheimer-hilfe.at.

Mehr Informationen zum Thema Ambient Assisted Living gibt es auf gesundheit.gv.at.

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