Neuerscheinung: Ja zum Leben trotz Demenz – Buchtipp Patient

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Neuerscheinung: Ja zum Leben trotz Demenz – Buchtipp Patient

Thema: Allgemein

Helga Rohra, 63, ist das zu Fleisch gewordene lebendige Sprachrohr für Menschen mit Demenzerkrankung. Sie ist seit Beginn ihrer Erkrankung unermüdlich im Einsatz, um aufzuklären, um Rechte zu kämpfen und vor allem, anderen Menschen Mut zu machen.

2014 wurde sie mit dem Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet und 2015 zur Botschafterin für internationales Engagement ernannt. Im Alter von 54 wurde bei ihr eine Lewy-Body-Demenz diagnostiziert. Vor kurzem erschien ihr neues Buch „Ja zum Leben trotz Demenz“.

Aktiv trotz Erkrankung

Helga Rohra, die in ihrer beruflichen aktiven, gesunden Zeit Dolmetscherin war, sagt über sich selbst: „Ich bin dement – na und?“ und möchte vermitteln, dass Demenzbetroffene Ressourcen und Ansprüche haben – „trotzdem!“ Ihr neues Werk beginnt mit denselben Worten, mit denen sie auch ihre Vorträge einleitet: „Ich möchte Sie berühren und nicht nur informieren”. Sie gibt auf 120 Seiten offen und ehrlich Einblick in ihre Welt. Sie erzählt, wie sie tagtäglich mit der Demenz lebt und trotz Schwierigkeiten nicht verzweifelt, sondern gestärkt daraus hervorgeht. Nicht nur deshalb ist dieses Buch Wegweiser und Kraftspender für alle, die mit einer Demenz-Diagnose leben müssen. In „Ja zum Leben trotz Demenz” knüpft die Autorin zum Teil an Inhalte aus ihrem ersten Buch „Aus dem Schatten treten” an und erzählt, was seitdem passierte.

Ohne Mitleidsmasche

Helga Rohra erzählt über die täglichen Alltagshürden, ohne zu verharmlosen oder zu jammern. Sie schildert ihren Tagesablauf, die Vorbereitungsphasen für ihre Vorträge und die Planung ihrer Reisen. Als Leser bekommt man eindrücklich vor Augen geführt, dass es ihr darum geht zu zeigen, dass sie mehr als ihre Krankheit ist und sich nicht darauf reduzieren lässt. Das Buch ist ein sehr gelungenes und kraftvolles Werk, das man nur noch schwer aus der Hand legen kann. Es richtet sich an Menschen mit Demenz, deren Angehörige und auch an diejenigen, die sich beruflich mit dem Thema befassen oder die ihre Sicht auf Demenz prüfen wollen.

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