Neue technische Ansätze

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Neue technische Ansätze

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Möglichkeiten der neuen Hilfssysteme

Gerade am Anfang einer Demenz, wenn die kognitiven Störungen noch geringgradig sind, kann mit technischen Ansätzen der Alltag erleichtert und vielfach noch selbständig bestritten werden. Viele moderne Haushaltsgeräte verfügen bereits über Hilfs- oder Schutzfunktionen, die Unfälle verhindern helfen, wie beispielsweise Bügeleisen oder Elektroherd, die eine Abschaltautomatik haben, aber es gibt inzwischen auch weitergehende elektronische Hilfsmittel. Gegen Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit werden Erinnerungsfunktionen und Orientierungshilfen über Tablet oder Smartphone angeboten. Weitere Systeme animieren die Menschen, sich zu bewegen und körperlich fit zu bleiben. Informationen zu den aktuellen Entwicklungen erhalten sie hier: https://demenz-portal.at/aktuelles/ambient-assisted-living-digital-gegen-demenz/

Anforderungen an neue Hilfssysteme

Ältere Menschen scheuen oft den Kontakt zu Handys und Computern, weil sie sich diesen neuen Anforderungen nicht gewachsen fühlen und die Bedienung zu kompliziert ist. Deshalb ist es wichtig, auf eine hohe Bedienerfreundlichkeit zu achten. Seniorenhandys mit wenigen Funktionen und großer Schrift sind schon lange bekannt. Aber gerade auch die technischen Geräte, die als Hilfsmittel für an Demenz erkrankte Menschen verwendet werden, benötigen eine einfache Bedienfunktion.

Dayguide

Hierbei handelt es sich um ein computergestütztes System, das die an Demenz Erkrankten durch ihren Alltag geleitet. Dies kann beispielsweise über ein Tablet oder ein Smartphone geschehen. Es ist mit Sensoren ausgestattet, die Temperatur und Umgebung wahrnehmen kann und erinnert nicht nur an Termine, sondern auch daran, sich warm genug anzuziehen und so alltägliche Dinge zu tun wie den Schlüssel mitzunehmen, die Tür zu schließen oder das Licht auszuschalten. All diese Erinnerungen werden mit großer Schrift geschrieben, aber auch in Bildern dargestellt.

Co-Train

Dieses Hilfssystem wurde entwickelt, um an Demenz erkrankten, gebrechlichen Menschen zu mehr Mobilität zu verhelfen. Es ist in der Lage, durch ausgewogene Trainingsprogramme je nach Bedarf Mobilität länger zu erhalten, zu verbessern oder sogar wiederzuerlangen. Dabei handelt es sich um eine Technologie, die von IT-Experten unter Mitarbeit von Physiotherapeuten entwickelt wurde. Durch Körpersensoren können die Bewegungen der Benutzer überwacht und ausgewertet werden, um ein Bewegungsprofil erstellen zu können oder ein Echtzeit-Feedback zu geben. Die Trainingsinstruktionen und ein Online-Feedback erfolgen über ein Smartphone.

Memento

Memento ist ein europäisches Projekt, das ebenfalls mit technischen Mitteln Hilfen gegen das Vergessen bei Demenz schaffen will. Hier werden auf verschiedene Arten Videos, Bilder und Notizen aufgezeichnet und in einer Cloud aufgearbeitet, die den Betroffenen später als Erinnerungsstützen dienen können.

Dank neuer technischer Entwicklungen ist es für viele Demenzpatienten möglich geworden, länger in ihrem Umfeld selbständig zu bleiben.

 

Quellen:

https://www.dayguide.eu/

https://www.aal-europe.eu/projects/co-train/

https://derstandard.at/2000057840654/Neue-Hilfssysteme-fuer-Menschen-mit-Demenz

https://www.ait.ac.at/news-events/single-view/detail/5010/?no_cache=1&cHash=4ae22383871898858ce5068e0798a921

https://www.ait.ac.at/themen/active-and-assisted-living/

http://hci.rwth-aachen.de/demenztools

https://www.deutsche-alzheimer.de/menschen-mit-demenz/technische-hilfen.html

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